Was für eine Woche! Dank dem Pfingstmontag startete ich erst am Dienstag. Wir hatten das erste Mal einen richtigen OL. Dieser bereitete mir viel Spass, obschon es etwas speziell war auf einer 1: 50´000 Karte. 😋
Am Abend ging es dann los mit der Feldwoche. Diese verbrachten wir auf dem Hongrin, einem Infanterietrainingsberg. Die Nacht verbrachte die ganze Klasse in einem Zimmer und es war Rambazamba angesagt. Aufgrund meiner Wachtschicht von 02.00 - 03.00 Uhr habe ich auch nicht wirklich geschlafen. Am Mittwoch hatten wir verschiedene Posten. Der eine war das Serienfeuer, wobei ich sagen muss, dass das der Posten war, der mir am wenigsten Spass machte. Danach konnten wir mit Leuchtspurmunition auf 450 m schiessen. Wie es der Name verrät, leuchtet diese Munition und man kann genau die Bahn bzw. den Einschlag beobachten. Mein Gspänli spähte mit dem Fernglas und sagte mir, um wie viel ich das Visier richten muss, um die Scheibe zu treffen. Erstaunlicherweise funktionierte dies recht gut. Zum Schluss schossen wir noch auf Scheiben, die sich bewegten, sofern man getroffen hat. Dabei musste man von einer Scheibe zur anderen rennen und einen neue Position suchen. Am Abend hiess es für mich: das erste Mal biwakieren. JUHUI. Meine Gruppe harmonierte super, und jeder machte seine Aufgaben so gut er konnte. Mein Task war es Holz zu sammeln und kochen. Scheinbar ist es mir das gelungen und die Jungs konnten glücklich schlafen gehen. 😇
Der Donnerstag begann super, mit einer Art Gefechtsschiessen bei dem ich als Chef erkoren wurde. Zuerst getraute ich mich fast nicht, aber es war dafür umso cooler, als dann mit scharfer Munition geschossen wurde - auf mein Kommando. Am Nachmittag hatten wir einen Marsch. Wegen schlechtem Wetter wurde dieser auf 12.5 km verkürzt. Am Abend gab es ein seeeeehr feines Poulet und ein Bier. Um Mitternacht, also meinem Geburtstag, wurde ich nochmals für die Wache geweckt. Selten in meinem Leben habe ich so gefroren.
Am Freitag ging es wieder zurück nach Payerne und das Putzen des Materials begann. Dies erwies sich als sehr mühsam da wirklich ALLES dreckig war. Zum Glück ging es dann irgendwann nach Hause und ich konnte meinen Geburtstag mit meinen Liebsten feiern.
Jetzt geht es in den Endspurt und die letzte Woche der Unteroffiziersschule steht vor der Tür.
Song der Woche: Wie versprochen - Clueso