Die erste Woche ist schon vorüber und ich bin seeeeeehr müde. Als ich dann am Montag vor der Caserne d'aviation stand, ist mir mein Herz schon fast aus der Brust gefallen. Sehr nervös habe ich mich in den administrativen Parkour begeben um danach in der Turnhalle in meinen Zug eingeteilt zu werden. Da haben wir uns alle schon mal ein wenig kennengelernt und uns wurde gerade mal das berüchtigte lange Warten beigebracht. Ich bin mit 36 anderen Männern die einzige Frau bei uns im Zug. Glücklicherweise sind bei uns nur Deutschschweizer, was die Kommunikation eindeutig vereinfacht. 😄
Die beiden nächsten Tagen haben wir uns primär damit befasst, unser Material zu fassen und grundsätzliche Regeln zu lernen. Beispielsweise lernten wir wie man sich korrekt anmeldet oder andere Leute grüsst. Ebenfalls haben wir auch schon das Putzen und den Umgang mit der Waffe angeschaut. Irgendwie habe ich noch so meine Mühe mit dem Sturmgewehr. Es ist zu schwer um zu halten und ich habe zu kleine Finger um gewisse Schalter umzulegen. Die Wachtmeister haben mir aber versichert, dass ich das auch noch schaffen werde. 😊
Unsere Vorgesetzten sind (bis jetzt) extrem nett und vor allem schauen sie auch gut zu mir. Falls ich mal vergessen worden bin haben sich alle gleich entschuldigt, und als ich verzweifelt war wegen dem oben beschriebenen Waffenproblem, richteten sie tolle und aufbauende Worte an mich. Aber auch die Jungs haben mich gut aufgenommen und bin somit top integriert.
Sehr erlebnisreich war auch der Donnerstag. Am Nachmittag wurde ich und sieben weitere Frauen nach Thun gebracht um unser Tenue A (der Ausgänger) zu fassen. Eigentlich war die Zeit so berechnet, dass wir um ca. halb 6 wieder zurück in Payerne sind. Leider ist bei der Logistik irgendetwas falsch gelaufen und wir haben satte 3h gewartet bis wir von der Fliegertruppe dran kamen. Der Adjutant (höheres Kader) ist total ausgerastet und hat sich für uns eingesetzt, dass wir dann auch um halb 8 noch Essen bekommen in der Kaserne. Dort angekommen, mussten wir schnell essen, Schuhe wechseln und wieder bereit stehen für den Ausgang. Dieser wurde dann noch sehr lustig und hat unsere Gruppe eindeutig noch mehr zusammen geschweisst.
Zum Schluss noch der Freitag. Da mussten wir zuerst am Morgen ein paar Tests absolvieren damit wir später zu einer spezifischen Arbeit eingeteilt werden können. Völlig übermüdet hatten wir dann noch einen Theorieblock über erste Hilfe gehabt, welcher von einem Lachanfall zum anderen geführt hat. Der den diesen Vortag gehalten hat, ist wohl im zivilen Leben ein Komiker. 😂 Ebenfalls hatten wir beim Hauptmann noch eine Inspektion. Dabei mussten wir zeigen was wir gelernt haben und unser Zug hat mit Abstand die beste Leistung gezeigt. Ich weiss zwar nicht wer mehr aufgeregt war, wir oder unsere Vorgesetzten, aber schlussendlich waren alle sehr erleichtert und zufrieden.
Am Abend wurde dann noch die ganze Kaserne geputzt und wir waren ready um am Samstag wieder nach Hause zu gehen.
Der Zug von Payerne nach Fribourg war vollgestopft mit Militaristen. Zum Glück ist einer aus meinem Zug auch aus Horgen, weshalb ich die ganze Zugfahrt mit ihm verbringen konnte. Als wir dann hier ausgestiegen sind kam uns unser Wachtmeister entgegen.
Zusammengefasst kann ich sagen, dass die erste Woche super verlaufen ist. Song der Woche ist: Immer mit dr Ruah - Breitbild.
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